Das Tagebuch zur Extensivierung

Welche Arbeiten fallen bei der Renaturierung einer Wiesenfläche an? Ist das anstrengend? Macht das Spaß? Wie lange dauert das? Muss man dafür Biologin sein? Wie reagieren die Anwohner und Spaziergängerinnen? Wie die Hundehalter? Muss ich Angst vor den Bienen haben? Und was ist eigentlich mit den Zecken? – Auf dieser Seite begleite ich mein Wiesenprojekt mit einem kleinen Logbuch, für all jene, die ähnliche Pläne haben. Die Beiträge werden laufend ergänzt.

2020

März

Das Corona-Virus verändert alles, zumindest für eine kurze Zeitspanne, die ein paar Wochen oder Monate andauern kann. Doch auch wenn es auf der Wiese zauberhaft still geworden ist, sind die gesellschaftlichen Probleme nicht wegzudiskutieren.

Februar

Im Februar renne ich dem Laub hinterher, notiere den Gehölzverbiss und freue mich über die ersten Frühblüher. Mit dabei: Feldhase, Wiesenkater und immer wieder: Hundebesitzer.

2019

Juli

Als frisch gebackene Wiesenpatin möchte ich am liebsten gleich loslegen mit dem Sensen, aber ähm.. ich habe ja noch gar keine Sense. Der Umweltbetrieb mäht also doch noch einmal und ich beschließe blauäugig, den Mulch zusammenzurechen.

Juni

Seit Wochen hat es nicht geregnet, es kündigt sich ein ähnlich trockener Sommer an wie 2018. Menschen und Tiere leiden in solchen Phasen gleichermaßen.

April

Einige Pflanzen, die ich 2018 in die Wiese gesetzt habe, sind noch da. Ich überlege, ob ich mich nicht ganz offiziell um die Wiesenpflege bewerben soll.