Über mich

Als schreibende Journalistin war es immer selbstverständlich für mich, das Thema und nicht meine Person in den Vordergrund zu stellen. Andererseits bin ich ja selbst Leserin und möchte nur zu gerne wissen, wer hinter einer Webseite steckt, die mir gefällt (oder nicht gefällt). Deshalb habe ich unten das Video eingebettet, das ich für das Wiesen-Crowdfunding auf Startnext erstellt hatte.

Als Schreiberin arbeite ich leider schon länger nicht mehr, stattdessen erstelle ich Webseiten für unterschiedliche Kundinnen. Daneben betreibe ich zwei kleine Online-Shops mit Saatgeschenken und Karten (auf Kasuwa und Products with love). Und wenn alles gut geht, werde ich ab Frühjahr 2020 Wildblumen ab Feld verkaufen.

Wie ich zur Wiese gekommen bin, habe ich unter »Verlauf« schon beschrieben. Seit etwa 2011 gärtnere ich außerdem in öffentlichen Beeten und Kübeln, die ich mir – sagen wir mal – friedlich angeeignet habe. Man nennt das auch Urban Gardening.

Gemüse im Gemeinschaftsgarten war für mich nie attraktiv, es geht mir immer um Wildblumen und darum, wieder mehr Natur in die Stadt zu bringen, unabhängig vom direkten persönlichen Nutzen. Ich denke, das hat mit einer Kindheit und Jugend in Süddeutschland zu tun, die noch Reste von Artenvielfalt gesehen hat. Grillen, Heuschrecken, Ohrwürmer, Florfliegen, Laubfrösche, Feuersalamander oder Blindschleichen – mit ihnen bin ich groß geworden. Es war die Zeit von Lurchi und dem Kleinen Maulwurf, im Fernsehen liefen die Filme von Grzimek und Sielmann, und natürlich »Im Reich der wilden Tiere«.

Seitdem ist viel passiert, auch in Süddeutschland begann sich die Landwirtschaft damals erschreckend tiefgreifend zu verändern. Heute weiß man, dass die Artenvielfalt in den Städten oft ausgeprägter ist als im Umland (siehe der BR-Beitrag mit dem Zoologen Josef Reichholf und sein Buch »Stadtnatur«). Hier gibt es Büsche, Hecken, Mauern, Ritzen, Dachböden, Brachflächen, Schornsteine und allerlei kleinteilige Lebensräume mehr.

Wenn die Kommunen dann noch auf Pestizide verzichten, lohnt es sich, Naturschutz in der Stadt zu betreiben. Vielleicht kann so die eine oder andere Art erhalten und später – wenn in der Landwirtschaft ein Umdenken stattgefunden hat – wieder ausgesiedelt werden.

(Ob ich wirklich daran glaube, dass es der Natur noch einmal besser gehen wird, ist eine andere Sache. Denn während die Städte und Gemeinden schon umsteuern, gibt es ja immer mehr Todeszonen in den Privatgärten. Aber man kann ja mal anfangen anstatt gar nichts zu tun).