Das Tagebuch zur Extensivierung

Welche Arbeiten fallen bei der Renaturierung einer Wiesenfläche an? Ist das anstrengend? Macht das Spaß? Wie lange dauert das? Muss man dafür Biologin sein? Wie reagieren die Anwohner und Spaziergängerinnen? Wie die Hundehalter? Muss ich Angst vor den Bienen haben? Und was ist eigentlich mit den Zecken? – Auf dieser Seite begleite ich mein Wiesenprojekt mit einem kleinen Logbuch, für all jene, die ähnliche Pläne haben. Die Beiträge werden laufend ergänzt.

2020

Januar

Das Auffüllen der Eidechsengrube will kein Ende nehmen; wie viele Eimer Kies sind wohl bisher darin verschwunden? Neben der Schlepperei bleibt mir trotzdem noch Zeit, neue Pflanzen und Tiere zu entdecken.

Bei aktuell zehn Grad und Sprühregen ist auf der Wiese nicht allzu viel zu tun. Eigenlich ideales Wetter für Pflanzarbeiten.

2019

Dezember

Weil ich im Praxistest nicht zufrieden war, werde ich die Vogelfutterhäuschen wieder aussortieren. Und auch das Eidechsenhaus wird nochmal neu gebaut.

November

Auf der Wiese wird es immer feuchter und kühler. Neben dem Ampferstechen gibt es zwei angenehmere Dinge zu tun: Die neue Flyerbox aufzuhängen und die Vögel mit etwas Futter zu unterstützen. Dabei fallen mir die Laubbläser im nahegelegenen Bürgerpark auf.

Nachdem der November so mild verläuft, sind typische Herbstarbeiten angesagt: Laub rechen, ein weiteres Mal sensen, Rosen pflanzen, Ampfer stechen...

Oktober

Als Ende September unerwartet die Regenzeit einsetzt, merke ich, dass ich mich auf der Wiese völlig verausgabt habe. Vor allem beim Sensen fehlen mir Routine und Erfahrung. Heute gehts trotzdem weiter, denn: Das Gras schläft nicht...

September

Ein paar sonnige Tage sind angesagt, und ich beschließe mit der Herbstmahd zu beginnen. Weil es nachts schon empfindlich kühl ist, habe ich einen Heureiter zum Trocknen gebaut.

Nach dem Großeinsatz gegen die wilden Brombeeren fühle ich mich leicht unterfordert. Zeit für eine wohlüberlegte Spontanaktion – ein Eidechsenhaus!

August

Das Rätsel der schwarzen Walnüsse hat sich gelöst.

Der Hang zwischen den beiden Wiesenteilen ist fast gänzlich von wilden Brombeeren überwuchert. Ich kaufe mir Schweißerhandschuhe und mache mich ans Werk, denn ich will nicht, dass wieder der komplette Bewuchs gerodet wird.