Das Tagebuch zur Extensivierung

Welche Arbeiten fallen bei der Renaturierung einer Wiesenfläche an? Ist das anstrengend? Macht das Spaß? Wie lange dauert das? Muss man dafür Biologin sein? Wie reagieren die Anwohner und Spaziergängerinnen? Wie die Hundehalter? Muss ich Angst vor den Bienen haben? Und was ist eigentlich mit den Zecken? – Auf dieser Seite begleite ich mein Wiesenprojekt mit einem kleinen Logbuch, für all jene, die ähnliche Pläne haben. Die Beiträge werden laufend ergänzt.

2020

März

Das Corona-Virus verändert alles, zumindest für eine kurze Zeitspanne, die ein paar Wochen oder Monate andauern kann. Doch auch wenn es auf der Wiese zauberhaft still geworden ist, sind die gesellschaftlichen Probleme nicht wegzudiskutieren.

Februar

Nachdem die bestellten Wildrosen und das noch fehlende Saatgut am gleichen Tag angekommen sind, nutze ich die vielen Regenschauer, um beides in die Erde zu bringen.

Im Februar renne ich dem Laub hinterher, notiere den Gehölzverbiss und freue mich über die ersten Frühblüher. Mit dabei: Feldhase, Wiesenkater und immer wieder: Hundebesitzer.

Januar

Da das Wetter auch im Januar vorwiegend mild und regnerisch bleibt, mache ich endlich einen sinnigen Pflanzplan und setze einige Gehölze ein und um.

Das Auffüllen der Eidechsengrube will kein Ende nehmen; wie viele Eimer Kies sind wohl bisher darin verschwunden? Neben der Schlepperei bleibt mir trotzdem noch Zeit, neue Pflanzen und Tiere zu entdecken.

Bei aktuell zehn Grad und Sprühregen ist auf der Wiese nicht allzu viel zu tun. Eigenlich ideales Wetter für Pflanzarbeiten.

2019

Dezember

Weil ich im Praxistest nicht zufrieden war, werde ich die Vogelfutterhäuschen wieder aussortieren. Und auch das Eidechsenhaus wird nochmal neu gebaut.

November

Auf der Wiese wird es immer feuchter und kühler. Neben dem Ampferstechen gibt es zwei angenehmere Dinge zu tun: Die neue Flyerbox aufzuhängen und die Vögel mit etwas Futter zu unterstützen. Dabei fallen mir die Laubbläser im nahegelegenen Bürgerpark auf.

Nachdem der November so mild verläuft, sind typische Herbstarbeiten angesagt: Laub rechen, ein weiteres Mal sensen, Rosen pflanzen, Ampfer stechen...

Oktober

Als Ende September unerwartet die Regenzeit einsetzt, merke ich, dass ich mich auf der Wiese völlig verausgabt habe. Vor allem beim Sensen fehlen mir Routine und Erfahrung. Heute gehts trotzdem weiter, denn: Das Gras schläft nicht...